HDE

Genth: Lebensmittelpreise sind marktgerecht

3. Februar 2010

Die Preise im deutschen Lebensmitteleinzelhandel sind marktge-recht. Das gilt auch für Obst und Gemüse", erklärte heute in Berlin Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), anlässlich der Messe Fruit Logistica. Er wies entsprechende Vorwürfe von Fruchthandelsverband und Ernährungsindustrie zurück. "Der Markt macht die Preise. Das sollten sich Erzeuger und Industrie klar machen", so Genth. Der Preis müsse die Marktgegebenheiten widerspiegeln. Im Übrigen seien bei Einkaufsverhandlungen nicht die bäuerlichen Betriebe direkt die Verhandlungspartner des Handels, sondern der Großhandel oder Erzeugerorganisationen.

Bereits seit Jahren sorge der intensive Wettbewerb im Einzelhandel für eine äußerst moderate Entwicklung der Einzel-handelspreise in Deutschland, sagte der HDE-Chef: "Veränderungen wie gestiegene Einkaufspreise oder auch niedri-gere Rohstoff- und Energiepreise werden an die Kunden weitergegeben. Dies ist ein sicheres Zeichen für einen funktionierenden Wettbewerb zum Nutzen der Verbraucher." So hätten sich die Ein-zelhandelspreise 2009 mit minus 0,1 Prozent deutlich unter dem Niveau des Vorjahres bewegt. Die Preise für Lebensmittel seien im Schnitt um 1,2 Prozent gesunken. Das habe die deutlichen Preissteigerungen des Jahres 2008 korrigiert. Es gebe keine generelle Nachfragemacht des Lebensmittelhandels, stellte Genth fest. Dies bele-ge auch eine aktuelle Studie des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln. Handel und Hersteller würden sich gleichgewichtig gegenüber stehen.

"Der Einzelhandel steht zu seinen heimischen Produzenten. Wer jedoch die Produktion in Deutschland halten möchte, muss die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft stärken", machte Genth deutlich. Der Handel erfülle mit einem breiten Angebot an deutschen Produkten in allen Preis- und Qualitätsstufen die Erwartungen der Kunden. Immer mehr regionale Produkte würden sich in den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels finden. Außerdem würden etwa 60 Prozent der Bioprodukte über den klassischen Lebensmitteleinzelhandel abgesetzt.

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