HDE

Ausbildung im Handel trotzt Krise

22. Dezember 2009

Dank der ausgezeichneten Ausbildungsleistung des Handels ist der Rückgang bei den neuen Ausbildungsverträgen in der deutschen Wirtschaft nicht stärker ausgefallen. Das stellte heute in Berlin der Handelsverband Deutschland (HDE) fest. "Damit trotzt der Ausbildungsmarkt der Wirtschaftskrise", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Nach vorläufigen Daten über die in diesem Jahr neu geschlossenen Ausbildungsverträge sei die Entwicklung bei dem Beruf Verkäufer/in deutlich positiver als in der Wirtschaft insgesamt. Hier dürfte es nur zu einem minimalen Rückgang gekommen sein. In Westdeutschland habe es hier sogar einen Zuwachs gegeben. Außerdem sei die Zahl der Anschlussverträge unter Anrechnung einer zuvor abgeschlossenen Berufsausbildung im Handel um gut ein Fünftel angestiegen. Viele ausgelernte Verkäufer/innen hätten einen Anschlussausbildungsvertrag im Beruf Kaufmann/frau schließen können. Diese Entwicklung bestätige die vor fünf Jahren mit der Neuordnung der Einzelhandelsberufe geschaffene flexible und bedarfsgerechte Ausbildungsstruktur. Und schließlich, so Genth weiter, sei der Beruf Kaufmann/frau im Einzelhandel nach wie vor einer der begehrtesten Ausbildungsberufe. Hier sei die Nachfrage (39.656) der Jugendlichen größer als das betriebliche Angebot (30.730) an solchen Ausbildungsplätzen.

"Sorge bereitet dem Handel die viel zu große Zahl nicht ausbildungsreifer Jugendlicher", sagte GENTH. "Zu oft müssen Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, weil es an geeigneten Schulabgängern fehlt." Er forderte ein stärkeres Engagement der Schulen ein. Sie müssten noch intensiver daran arbeiten, alle Schulabgänger mit dem erforderlichen Rüstzeug für die Berufsausbildung zu versehen.

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