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Unternehmensgruppe Tengelmann – Deutschlands erster Klimamarkt

Am 2. Dezember 2008 eröffnete die Unternehmensgruppe Tengelmann in Mülheim an der Ruhr den ersten Tengelmann Klimamarkt – ein Markt mit Modellcharakter für die gesamte Branche in Bezug auf Energie- und CO2-Einsparung. „Mit dem Tengelmann Klimamarkt haben wir erneut einen Leuchtturm im deutschen Lebensmittelhandel gesetzt, indem wir zeigen, dass ein modernes Supermarktkonzept mit nahezu 50 Prozent weniger Energie und ganz ohne CO2-Emissionen betrieben werden kann“, erläutert Karl-Erivan W. Haub, Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann, den Vorbildcharakter des Marktes.

Folgende Maßnahmen tragen dazu bei, den Tengelmann Klimamarkt zum energiefreundlichsten Supermarkt in Deutschland zu machen:

  • 75 Prozent des Wärmebedarfs des Marktes werden über die Rückgewinnung der Kühlanlagenabwärme abgedeckt. Die fehlenden 25 Prozent liefert eine Geothermieanlage mit sechs Erdwärmesonden. Ein separater Gasanschluss ist nicht mehr erforderlich.
  • In das Dach des Klimamarktes sind Lichtbänder mit vielfach streuendem Glas eingelassen, durch die Tageslicht in den Markt fällt. Abhängig von der natürlichen Helligkeit regelt eine neu entwickelte Lichtsteuerung die künstliche Beleuchtung. Zusätzlich kommen energieeffiziente Leuchtmittel (T5) zum Einsatz. Einsparung: ca. 40 Prozent.
  • Sämtliche Kühlmöbel im Klimamarkt sind mit Glastüren oder -schiebedeckeln ausgestattet. Dies spart im Kühlbereich bis zu 50 Prozent Energie. Der im Markt eingesetzte Kühlanlagenverbund wird mit dem natürlichen und umweltfreundlichen Kältemittel CO2 betrieben. Diese Anlage muss bei hohen Außentemperaturen mit Wasser gekühlt werden. Um auch diese wertvolle Ressource zu schonen, wurde eine unterirdische Zisterne gebaut, die 100.000 Liter Regenwasser aufnehmen kann.
  • Auf dem Dach des Marktes wurden fünf Windturbinen installiert, die einen kleinen Teil des Strombedarfs abdecken. Die 1.140m2 große Photovoltaikanlage erzeugt pro Jahr rund 45.000 kWh Sonnenstrom. Grundsätzlich wird der Klimamarkt mit Grünstrom aus Wasserkraft versorgt.

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